Die Mercedes-Benz Arena (bis zum 1. Juli 2015: O2 World Berlin) ist eine Mehrzweckhalle im Berliner Ortsteil Friedrichshain des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.
Mercedes-Benz Arena | ||
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Luftbild (2022) | ||
Frühere Namen | ||
Berlin National Arena (Planungsphase) | ||
Daten | ||
Ort | Mercedes-Platz 1 Deutschland ![]() | |
Koordinaten | 52° 30′ 22,8″ N, 13° 26′ 37″ O52.506326913.443619937.07 | |
Eigentümer | Anschutz Entertainment Group | |
Betreiber | ASM Global | |
Baubeginn | 13. September 2006 | |
Eröffnung | 10. September 2008 | |
Oberfläche | Beton Parkett PVC-Bodenbelag Eisfläche | |
Kosten | 165 Mio. € | |
Architekt | JSK | |
Kapazität | 14.200 Plätze (Eishockey) 14.500 Plätze (Basketball) 17.000 Plätze (Konzerte) | |
Spielfläche | 60 m × 30 m (Eishockey) | |
Heimspielbetrieb | ||
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Veranstaltungen | ||
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Lage | ||
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In der Halle finden Sportveranstaltungen wie Eishockey und Basketball statt, daneben Konzerte und sonstige Veranstaltungen.[1] Mit bis zu 17.000 Sitz- und Stehplätzen, 59 Zuschauersuiten und rund 2000 Parkplätzen ist die Mercedes-Benz Arena nach der Lanxess Arena (bis 24.000 Steh- und Sitzplätze bei Konzerten, 18.700 für Eishockey) in Köln die größte Multifunktionsarena Deutschlands.[2] Die Sponsorenschaft für den Namen der Halle erwarb der Mercedes-Benz Konzern 2015 für 20 Jahre.
Die Halle wurde auf dem Gelände des ehemaligen Ostgüterbahnhofs an der Mühlenstraße errichtet, sie ist Teil des umstrittenen Mediaspree-Bebauungsplans, eines Investorenprojekts, das im Rahmen des Senatsprogramms Stadtumbau West Kommunikations- und Medienunternehmen entlang eines Teils des Spreeufers ansiedeln soll. Im weitläufigen Gelände um die Halle sind Kinos, ein Casino, ein Hotel, Restaurants und ein Einkaufszentrum entstanden.
Die Arena ist über die nahegelegenen Bahnhöfe oder Haltestellen Ostbahnhof (S-Bahn, Regionalzüge, Fernzüge, Bus, Nachtbus) und Warschauer Straße (S- und U-Bahn, Straßenbahn, Bus) gut an das Verkehrsnetz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Außerdem gibt es eine eigene Schiffsanlegestelle an der Spree.
Bauherr und Investor war die Anschutz Entertainment Group, die weltweit Stadien, Hallen und Theater betreibt und bewirbt. Das Unternehmen Telefónica Germany (O2) wurde Namenssponsor der Arena, die in einem Stadtplanungskonzept des Jahres 2001 noch als Berlin National Arena geführt wurde, bereits vor der Grundsteinlegung im Jahr 2006.[3] Über die Laufzeit (10–15 Jahre) gab es unterschiedliche Angaben, ebenso über den Kaufpreis, der zwischen 15 Millionen Euro und einem dreistelligen Millionen-Betrag gelegen haben soll.
Die Halle ist Heimspielstätte des Eishockeyclubs Eisbären Berlin sowie des Basketballvereins Alba Berlin. In der Arena wurde 2009 und 2016 denn auch die Final Four Turniere der Basketball EuroLeague ausgetragen. Sie wird außerdem für andere Veranstaltungen, beispielsweise als Bühne für Sport-Events oder Konzerte sowie als Versammlungsraum, benutzt. So fanden die MTV Europe Music Awards 2009 in der O2 World Berlin statt. 2022 ist die Halle als ein Spielort der Basketball-Europameisterschaft 2022 vorgesehen.
Im weltweiten Pollstar Ranking der Besucherzahlen lag die Halle im ersten Halbjahr 2010 mit 230.857 Besuchern hinter der von der Anschutz Entertainment Group betriebenen ehemaligen Namensvetterin O2 World Hamburg (Platz 8 mit 296.025 Gästen, heute: Barclays Arena) auf Platz 13.[4] Sie verbesserte sich im Vergleich zu 2008 (94. Platz) und 2009 (46. Platz)[5] nochmals erheblich. Mit deutlichem Abstand folgen erst auf Platz 47 die Mannheimer SAP Arena (116.442 Besucher), auf Platz 58 die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena (93.498), auf Platz 62 die Kölner Lanxess Arena (89.222), auf Platz 71 die Münchner Olympiahalle (82.272), auf Platz 73 die Hannoversche TUI Arena (81.268) und auf Platz 97 die Oberhausener König-Pilsener-Arena (58.225).
2011 wurde ein Best Buddies Friendship Bear des brasilianischen Künstlers Romero Britto auf dem Gelände aufgestellt, um damit an Menschen mit einer geistigen Behinderung zu erinnern, die die Gesellschaft inspirieren.[6] Seit Eröffnung im September 2008 erhalten alle herausragenden Künstler und Sportler, die in der Halle zu Gast sind – so bislang unter anderem Status Quo, Eric Clapton,[7] Madonna, Beyoncé, Helene Fischer, Thirty Seconds to Mars wie auch Dirk Nowitzki oder Wladimir Klitschko, einen individuell für den jeweiligen Künstler bzw. Sportler angefertigten und von der Malerin Klio Karadim gestalteten, 35 cm großen Berliner Buddy Bären als Geschenk überreicht.[8]
Anlässlich der Aktion Berlin leuchtet 2013 [9] verwandelte der Künstler Jakob Kupfer[10] die O2 World in eine temporäre Kunstinstallation. Die verglaste Hauptfassade war mit 300.000 LED-Clustern und einer Größe von 116 Meter × 12 Meter eine der größten LED-Außen-Installationen der Welt.
Im Rahmen der Umbenennung wurde das Erscheinungsbild der Halle im Sommer 2015 umgestaltet. Es umfasste neben der Auswechslung der Schriftzüge veränderte Farben im Innen- und Außenbereich sowie einen Umbau der Fluchttreppenhäuser.[11]
2018, 2019 und seit 2022 gastiert die Premier League Darts jeweils an einem Spieltag in der Arena; die COVID-19-Pandemie verhinderte die Austragung in den Jahren 2020 und 2021.
Bereits vor der Fertigstellung wurde das Bauprojekt mehrfach kritisiert. Schon die Grundsteinlegung war von einer Demonstration mehrerer hundert Gegner des Mediaspree-Projektes begleitet worden.[13] Vorgeworfen wurde der Einrichtung, maßgeblich für die fortschreitende Gentrifizierung der umliegenden Kieze verantwortlich zu sein,[14] prekäre Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Umgebung mit überdimensionalen Werbemonitoren abzuwerten.[15][16]
Während seitens der Projektbefürworter die wirtschaftliche Aufwertung der Gegend und die nach Betreiberangaben bis zu 2000 neu entstehenden Arbeitsplätze betont wurden, verwiesen die Kritiker auf die Subventionen, mit denen das Projekt aus öffentlichen Geldern gefördert wird, während gleichzeitig die Zuschüsse für die bereits vorhandenen städtischen Veranstaltungshallen steigen würden, da diese zukünftig weniger ausgelastet sein werden.[17][15]
Als weiteres Ärgernis galt, dass ein Teil der denkmalgeschützten Reste der Hinterlandmauer East Side Gallery entfernt wurde, um einen direkten Anlegesteg an der Spree für die Veranstaltungshalle realisieren zu können.[18]
Die Fans der Eisbären Berlin, die – überwiegend mit Dauerkarten ausgestattet – zu den Heimspielen in die Halle kommen, bemängelten über Monate hinweg die nach ihrer Ansicht hohen Preise sowie die schlechte Qualität des Essens und der Getränke. Die Auseinandersetzung darüber fand zunehmend in der Öffentlichkeit statt und gipfelte im Januar 2009 in einer Demonstration.[19]
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Astroballe (LDLC ASVEL Villeurbanne) | Audi Dome (FC Bayern München) | Fernando Buesa Arena (Bitci Baskonia Vitoria-Gasteiz) | Mediolanum Forum (EA7 Emporio Armani Milano) | Menora Mivtachim Arena (Maccabi Playtika Tel Aviv) | Mercedes-Benz Arena (Alba Berlin) | OAKA Olympic Indoor Hall (Panathinaikos OPAP Athen) | Pabellón Fuente de San Luis (Valencia Basket) | Palau Blaugrana (FC Barcelona) | Salle Gaston Médecin (AS Monaco) | Sinan Erdem Dome (Anadolu Efes Istanbul) | Stadion des Friedens und der Freundschaft (Olympiakos Piräus) | Štark-Arena (Crvena Zvezda mts / Partizan NIS) | Ülker Sports Arena (Fenerbahçe Beko Istanbul) | Virtus Segafredo Arena (Virtus Segafredo Bologna) | WiZink Center (Real Madrid) | Žalgirio Arena (Žalgiris Kaunas)